Hundefutter bei Durchfall: Was deinem Hund wirklich hilft
Du gehst mit deinem Hund spazieren, er bleibt schon wieder stehen und setzt zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit weichen oder flüssigen Kot ab. Vielleicht hörst du nachts unruhige Schritte vor der Tür oder entdeckst morgens ein Malheur im Flur. Schnell kommen verschiedene Fragen auf: Wie stoppe ich den Durchfall bei meinem Hund? Was kann ich meinem Hund jetzt füttern? Wann sollte ich lieber zum Tierarzt?
Durchfall beim Hund ist leider keine Seltenheit. Manchmal steckt eine vorübergehende Magen-Darm-Reizung dahinter, manchmal eine Futterumstellung, Stress oder etwas, das dein Vierbeiner draußen vielleicht unbemerkt gefressen hat. Doch wichtig ist: Durchfall beim Hund auf Dauer ist nicht normal und sollte nicht einfach abgetan werden. Wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden verdienen eine genaue Abklärung.
Die gute Nachricht: Du kannst einiges tun, um deinen Hund in dieser Situation sinnvoll zu unterstützen. Wir schauen uns an, welche Warnzeichen wichtig sind, wann Schonkost infrage kommt und was du bei BARF beachten solltest.
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Durchfall beim Hund: Wann ist es wirklich Durchfall?
Nicht jedes weiche Häufchen ist gleich ein medizinischer Notfall. Die Kotkonsistenz kann sich von Tag zu Tag verändern, zum Beispiel durch die Futterzusammensetzung, ungewohnte Leckerchen oder eine veränderte Routine.
Von Durchfall spricht man typischerweise erst, wenn der Kot deutlich weicher oder eigentlich schon eher flüssig ist und der Hund häufiger oder größere Mengen als gewöhnlich absetzt. Besonders auffällig ist wässriger Kot, der kaum noch Form hat. Auch Schleim, Blut oder eine ungewöhnlich dunkle bis schwarze Farbe können wichtige Hinweise sein.
💡 Schau nicht nur auf das Häufchen, sondern auf deinen ganzen Hund. Ist er munter, trinkt er und verhält er sich wie gewohnt? Oder wirkt er schlapp, hat Bauchschmerzen, frisst nicht oder erbricht zusätzlich?
Ein einzelner weicher Kotabsatz bei einem ansonsten fitten erwachsenen Hund kann zunächst beobachtet werden und ist häufig nicht weiter dramatisch. Wiederholter, wässriger Durchfall ist dagegen ernst zu nehmen. Vor allem bei Welpen, Senioren und Hunden mit Vorerkrankungen solltest du lieber früh tierärztlichen Rat einholen.
Wann solltest du nicht abwarten?
Bitte lass deinen Hund zeitnah oder je nach Schwere sofort tierärztlich untersuchen, wenn:
- Blut im Kot ist oder der Kot schwarz und teerig aussieht
- Dein Hund wiederholt erbricht, sehr matt wirkt oder deutliche Bauchschmerzen zeigt
- Er kaum trinkt, Wasser auch nicht bei sich behält oder Anzeichen von Austrocknung zeigt
- Der Durchfall sehr häufig, sehr wässrig oder besonders stark ist
- Du vermutest, dass er Gift, Medikamente, verdorbene Lebensmittel oder einen Fremdkörper aufgenommen hat
- Dein Hund noch ein Welpe oder schon älter ist oder bereits Vorerkrankungen hat
Bei mildem Durchfall und schneller Besserung brauchst du dir keine Sorgen machen. Hält der Durchfall aber an, kehrt regelmäßig zurück oder der Zustand deines Hundes verschlechtert sich, gehört die Ursache abgeklärt. Als Orientierung: Bei anhaltenden Beschwerden spätestens nach 24 bis 48 Stunden tierärztlich Rücksprache halten. Bei den oben genannten Warnzeichen deutlich früher.

Warum hat mein Hund Durchfall? Die möglichen Ursachen
Der Darm ist ein bisschen wie eine gut eingespielte Küche: Futter wird verarbeitet, Nährstoffe werden aufgenommen und unverdauliche Reste ausgeschieden. Gerät dieser Ablauf aus dem Gleichgewicht, kann der Kot weicher werden, weil er den Darm schneller passiert.
Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Dazu gehören:
- Futterwechsel: Ein abrupter Wechsel der Futtersorte oder Zusammensetzung kann die Verdauung vorübergehend belasten
- Ungewohntes Futter: Viele Leckerchen, Essensreste, sehr fettreiche Mahlzeiten oder draußen gefundene Dinge können Probleme auslösen
- Stress und Aufregung: Reisen, ein Umzug, neue Situationen oder eine ungewohnte Betreuung können sich bei manchen Hunden auf den Darm auswirken
- Infektionen und Parasiten: Dazu zählen beispielsweise Giardien oder andere Darmparasiten
- Unverträglichkeiten oder Allergien: Bestimmte Futterbestandteile können Beschwerden verursachen, wenn sie nicht vertragen werden
- Andere Erkrankungen: Auch Erkrankungen des Verdauungstrakts oder anderer Organe kommen infrage
Durchfall ist also ein Symptom und keine eigenständige Diagnose. Gerade wenn er immer wieder auftritt, reicht es nicht, nur den Kot kurzfristig fester zu bekommen. Entscheidend ist, herauszufinden, warum der Darm aus dem Takt gerät.
Eine Beobachtung aus dem Hundealltag
Kennst du das? Dein Hund ist eigentlich fit, aber sein Kot ist seit Tagen mal weich, mal fast normal und dann wieder flüssig. Weil er weiterhin frisst und spielen möchte, denkst du vielleicht: „Das ist bei ihm eben so.“
Genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Wiederkehrender Durchfall ist kein normaler Dauerzustand. Auch wenn dein Hund zwischendurch munter wirkt, kann eine behandelbare Ursache dahinterstecken. Ein kurzes Futtertagebuch und eine tierärztliche Abklärung können dabei helfen, Muster zu erkennen und gezielt zu handeln.
Dein Hund hat Durchfall – was tun? Die ersten sinnvollen Schritte
Wenn dein Hund Durchfall hat, musst du nicht sofort alles gleichzeitig verändern. Wichtig ist ein ruhiges, strukturiertes Vorgehen.
Schritt 1: Beobachte den Allgemeinzustand. Achte darauf, wie oft dein Hund Kot absetzt, ob er erbricht, wie sein Appetit ist und ob er sich sonst normal verhält. Notiere dir, wann die Beschwerden begonnen haben.
Schritt 2: Stelle sicher, dass dein Hund genug trinkt. Durch Durchfall verliert der Körper Flüssigkeit. Dein Hund sollte jederzeit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Wenn er nicht trinken kann oder sehr schlapp wirkt, reicht die Versorgung zu Hause möglicherweise nicht aus, dann ist tierärztliche Hilfe gefragt.
Schritt 3: Lass Extras vorerst weg. Verzichte auf zusätzliche Leckerchen, Kauartikel, Essensreste und Experimente mit neuen Futtermitteln. So wird es leichter, mögliche Auslöser einzugrenzen.
Schritt 4: Prüfe, ob ein Fastentag und anschließende Schonkost sinnvoll ist. Bei einem ansonsten fitten erwachsenen Hund mit milden Beschwerden kann eine vorübergehend leicht verdauliche, fettarme Fütterung infrage kommen. Wenn dein Hund erbricht, Schmerzen hat, sehr matt ist oder zu einer Risikogruppe gehört, kläre das Füttern zuerst tierärztlich ab.
Schritt 5: Hole dir Hilfe, wenn es nicht besser wird. Bei häufigem, wiederkehrendem oder anhaltendem Durchfall solltest du nicht immer neue Hausmittel ausprobieren. Eine frische Kotprobe kann für die tierärztliche Untersuchung hilfreich sein. Ein Hundeernährungsberater kann dir anschließend bei der Zusammenstellung des Futters helfen.
⚠️ Bitte keine Medikamente für Menschen auf eigene Faust geben. Mittel gegen Durchfall können für Hunde ungeeignet sein oder bei bestimmten Ursachen sogar schaden. Die Gabe von Medikamenten gehört immer in die Hand des Tierarztes.
Schonkost für Hunde: Was darf in den Napf?
Bei milden Magen-Darm-Beschwerden kann eine gut verträgliche, leicht verdauliche Fütterung den Darm entlasten. Was genau geeignet ist, hängt vom Hund, seiner Vorgeschichte und der Ursache des Durchfalls ab.
Traditionell werden gekochtes mageres Fleisch und eine einfache pflanzliche Komponente verwendet. In der tierärztlichen Praxis gibt es außerdem speziell entwickelte Magen-Darm-Diäten, deren Nährstoffzusammensetzung auf bestimmte Verdauungsprobleme abgestimmt ist. Oft sind hier aber große Mengen Kohlehydrate und Bindegewebe enthalten, welche den Darm nur zusätzlich belasten. Daher raten wir von Barfmeister zu einer selbst zusammengestellten Schonkost, die individuell auf deinen Hund abgestimmt ist und ihre Nähe zur natürlichen Ernährung behält. Dazu sei allerdings erwähnt, dass eine selbst zusammengestellte Schonkost nur für kurze Zeit gedacht und in der Regel nicht vollständig bedarfsdeckend ist. Sie sollte deshalb nicht dauerhaft gefüttert werden.
Warum fettarm und leicht verdaulich?
Bei manchen Magen-Darm-Erkrankungen wird eine fettärmere Fütterung besser vertragen. Eine große, sehr fettreiche Mahlzeit ist während akuter Beschwerden daher keine gute Idee. Das Bindegewebe im Fett kann während akutem Durchfall zu viel für den Verdauungstrakt sein. Daher setzt man bei Schonkost auf eine gut verdauliche, fettarme Proteinquelle zusammen mit einer ebenfalls leicht verdaulichen Ballaststoffquelle. Gleichzeitig sollte dein Hund ausreichend Flüssigkeit erhalten. Hier eignet sich selbst gekochtes Futter am meisten, da dieses zu ca. 70% bis 80% aus Feuchtigkeit besteht und so deinen Hund schon gut mit Flüssigkeit versorgt.
Auch die Häufigkeit der Fütterung kann helfen, den Durchfall zu lindern. Kleinere Portionen machen es einfacher für den Verdauungstrakt als eine große Mahlzeit auf einmal. Füttere bei akutem Durchfall also lieber zwei bis drei kleine Portionen über den Tag verteilt.
Ist Wildfleisch eine gute Wahl als Schonkost?
Wildfleisch kann eine interessante Proteinquelle sein, wenn es mager ist und dein Hund es gut verträgt. Bei Barfmeister stammt unser Wildfleisch direkt vom Brandenburger Rotwild. Diese Herkunft ist ein Qualitätsmerkmal, das wir transparent benennen können.
Wichtig ist aber die Unterscheidung: Wild ist nicht automatisch fettarm, und nicht jedes Wildprodukt eignet sich automatisch als Schonkost. Fettgehalt und Zuschnitt spielen eine Rolle. Außerdem wird Wildfleisch nicht von jedem Hund vertragen. Wenn eine Futtermittelallergie vermutet wird, kommt es nämlich auch darauf an, was dein Hund bisher gefressen bzw. nicht gefressen hat.
Für eine kurze Schonkostphase sollte das Fleisch entsprechend ausgewählt und gegart werden. Den Kochsud kannst du gerne mitverfüttern bzw. zum Trinken anbieten. Das liefert zusätzliche Flüssigkeit. Dazu kommt eine gut verträgliche pflanzliche Komponente, die auch gut gekocht werden sollte. Von Reis, Kartoffeln oder Getreide raten wir auf Grund des hohen Stärkegehalts ab. Besser geeignet sind Karotten, Pastinaken oder Kürbis. Hinzu darf gerne etwas Körniger Frischkäse kommen.
Unser Barfmeister Schonkost Rezept:
60% gekochtes Wildfleisch
30% gekochte Karotten
10% körniger Frischkäse
Für einen 20kg Hund bei ca. 2,5% Futtermenge wären das etwa:
300g gekochtes Wildfleisch
150g gekochte Karotten
50g körniger Frischkäse

💡 Unser Tipp: Wenn du Wildfleisch einsetzen möchtest, prüfe den konkreten Fettgehalt und die Eignung des Produkts. Bei Barfmeister kannst du dich zur Produktauswahl jederzeit beraten lassen.
Hausmittel für Durchfall beim Hund: Was ist sinnvoll und was lieber nicht?
Die besten Tipps sind meist die einfachen. Deinem Hund hilft es vor allem, wenn du Ruhe bewahrst und ihm die akute Durchfallphase so angenehm wie möglich gestaltest.
Was du zu Hause unterstützend tun kannst
- Schonkost füttern & auf die Flüssigkeitszufuhr achten
- Kochsud als leckere Trinkanregung anbieten
- Verzichte auf Leckerlis & Snacks
- Gib deinem Hund Ruhe, um sich zu erholen
- Gehe nur kleine, aber häufige Gassirunden, damit dein Hund sich lösen kann
Aber natürlich gibt es auch ein paar Zusätze, die man unterstützend ans Futter geben kann. Hierzu sei allerdings gesagt, dass diese kein Heilversprechen bieten, aber in der Praxis haben sie sich schon des Öfteren bewährt. Beachte aber bitte, dass jeder Hund individuell ist. Im Zweifel solltest du die Fütterung mit deinem Tierarzt oder einem Hundeernährungsberater genauer besprechen.
Gut geeignet, um den Darm bei Durchfall zu unterstützen, ist eine Mischung aus Prä- und Probiotika. Bei ersterem handelt es sich um unverdauliche Pflanzenfasern, die den guten Darmbakterien als Nahrung dienen. Zweiteres sind genau diese guten, lebenden Darmbakterien. In Kombination können diese bei Durchfall unterstützend wirken, da sie dabei helfen das Mikrobiom im Darm wieder auf Kurs zu bringen. Diese Präparate sind aber nicht alle gleich und nicht jedes Produkt ist für jeden Hund geeignet. Lass dich deshalb beraten, bevor du mehrere Ergänzungsmittel kombinierst.
Auch die dir eventuell schon bekannte Morosche Karottensuppe kann bei wirklich schlimmem Durchfall helfen. Du kannst sie z.B. als Teil der Schonkost einsetzen.
Durchfall bei BARF: Muss ich die Rohfütterung pausieren?
Wenn dein Hund gebarft wird, fragst du dich vielleicht, ob du bei Durchfall weiterhin roh füttern kannst. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind der Schweregrad der Beschwerden, die Ursache und die individuelle Situation deines Hundes. Auch hier kann ein Fastentag und die vorübergehende Fütterung einer Schonkost sinnvoll sein. Nach und nach kannst du das Futter auch wieder roher werden lassen, also die Kochzeit reduzieren. So erleichterst du deinem Hund die Umstellung von der Schonkost zu seinem alten, rohen Futter.
Ebenfalls sei eins gesagt: BARF ist kein Allheilmittel. Auch bei der Rohfütterung können Futterumstellungen, eine ungünstige Rationszusammensetzung, zu viel Fett, Parasiten oder andere Erkrankungen Durchfall verursachen. Bei akutem Durchfall kann es deshalb sinnvoll sein, die Fütterung vorübergehend anzupassen. Sollte dein Hund bei der Fütterung mit BARF plötzlich Durchfall bekommen, dann solltest du folgende Punkte einmal genauer prüfen, denn auch hier können verschiedene Ursachen zu Durchfall führen.
Was du bei BARF überprüfen kannst
- Gab es kürzlich einen Wechsel bei Fleischsorte, Fettgehalt oder Futtermenge?
- Wurden neue Innereien, Knochen, Kauartikel oder Leckerchen eingeführt?
- War das Futter korrekt gelagert und hygienisch aufgetaut?
- Sind die Beschwerden einmalig oder treten sie regelmäßig auf?
- Ist die Ration ausgewogen und für deinen Hund passend zusammengestellt?
Bei Magen-Darm-Beschwerden kann es sinnvoll sein, besonders fettreiche oder schwer verdauliche Bestandteile vorübergehend oder eventuell auch dauerhaft wegzulassen. Vor allem ältere Hunde können ein Problem mit besonders bindegewebsreichen Komponenten wie Pansen haben. Da diese schwerer verdaulich sind, kann die Fütterung z.B. zu Durchfall führen. Da Pansen nur optional in der BARF-Ernährung ist, ist es also kein Problem diesen wegzulassen. Schwieriger wird es bspw. bei Innereien. Denn das kann dazu führen, dass die Ration dauerhaft unausgewogen ist. Vor allem Leber und Niere sollten nicht ersatzlos gestrichen werden. Bei wiederkehrendem Durchfall braucht es dann leider mehr als eine kurzfristige Anpassung des Napfes mit Schonkost.
Bitte beachte Folgendes:
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✅ Eine einfache, gut verträgliche Schonkost kann eine gute Abhilfe gegen Durchfall sein |
❌ Selbst gekochte Schonkost ist häufig nicht bedarfsdeckend und daher keine Dauerlösung
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✅ Gekochtes Fleisch, Gemüse sowie Prä- und Probiotika können den Darm unterstützen |
❌ Häufige Futterwechsel können es erschweren, genaue Auslöser zu identifizieren
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✅ Kleinere Portionen über den Tag verteilt entlasten den Verdauungstrakt
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❌ Bei chronischem Durchfall ersetzt eine Futteranpassung keine Diagnostik |
Wenn der Durchfall immer wiederkommt: Darmflora, Giardien und andere Ursachen
Der Darm beherbergt ein komplexes Mikrobiom: eine Gemeinschaft aus Mikroorganismen, die unter anderem an Verdauungsprozessen beteiligt ist. Veränderungen in dieser Gemeinschaft können mit Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, zusammenhängen. Trotzdem lässt sich nicht allein am Kot erkennen, ob die Darmflora gestört ist oder ob eine Behandlung notwendig wäre.

Bei wiederkehrendem, also sprich chronischem Durchfall sollten daher mit dem Tierarzt mögliche Ursachen systematisch abgeklärt werden, um den Auslöser des Durchfalls zu finden und im Idealfall zu beseitigen. Dazu können Parasiten wie Giardien, Infektionen, Futterunverträglichkeiten oder andere Erkrankungen gehören. Giardien können beispielsweise auch wechselnde Symptome verursachen. Hier kann eine gezielte Kotuntersuchung helfen, sie oder andere Parasiten nachzuweisen.
Wenn dein Hund regelmäßig Durchfall hat, solltest du nicht einfach dauerhaft auf Schonkost und Probiotika setzen, ohne die Ursache zu klären. Sie können Teil eines Plans sein, der erste Schritt ist aber, herauszufinden, was dein Hund tatsächlich braucht.
⚠️ Wichtig: Durchfall, der immer wiederkehrt, über längere Zeit anhält oder mit Gewichtsverlust, Appetitproblemen oder Erbrechen einhergeht, sollte tierärztlich untersucht werden. Eine genaue Diagnose ist die Grundlage dafür, die Ernährung sinnvoll anzupassen.
Häufige Fragen zu Hundefutter bei Durchfall
Wie kann ich Durchfall beim Hund stoppen?
Du kannst bei milden Beschwerden zunächst einen Fastentag bei ausgewachsenen, sonst gesunden Hunden einlegen. Achte aber darauf, dass dein Hund genug trinkt. Lasse Leckerlis erstmal weg und wähle eine vorübergehend leicht verdauliche Fütterung mit kleinen Portionen. Allerdings sind diese Maßnahmen nur sinnvoll, solange es deinem Hund ansonsten gut geht. Bei Warnzeichen, wie Blut im Kot oder starker Abgeschlagenheit ist tierärztliche Hilfe wichtig. Auch bei Welpen, älteren oder vorerkrankten Hunden solltest du bei länger als 24 Stunden anhaltendem Durchfall lieber zeitnah deinen Tierarzt aufsuchen.
Was darf mein Hund bei Durchfall essen?
Bei mildem Durchfall kann eine vorübergehende, leicht verdauliche und fettarme Schonkost infrage kommen. Empfehlenswert ist eine magere Fleischsorte in Kombination mit einer gut verdaulichen Ballaststoffquelle. Die konkrete Auswahl sollte zu Alter, Gesundheitszustand und vermuteter Ursache passen.
Ist Wildfleisch bei Durchfall geeignet?
Mageres Wildfleisch kann eine mögliche, leicht verdauliche Proteinquelle sein. Wild ist jedoch nicht automatisch fettarm oder für jeden Hund geeignet. Achte beim Kauf auf den Fettgehalt und die Herkunft.
Soll ich meinen Hund bei Durchfall fasten lassen?
Nicht pauschal. Ob eine kurze Nahrungspause sinnvoll ist, hängt von der Situation ab. Besonders bei Welpen, alten oder kranken Hunden solltest du vorsichtig mit dem Fasten sein. Ausgewachsenen, sonst gesunden Hunden macht ein Fastentag meist nichts aus und kann dem Darm bei der Genesung von kleineren Strapazen helfen.
Wann ist Durchfall beim Hund nicht mehr normal?
Einmalig weicher Kot kann immer mal vereinzelt auftreten und ist meist kein Grund zur Sorge. Wiederkehrender, anhaltender oder häufig wässriger Durchfall ist dagegen nicht als normaler Dauerzustand zu betrachten. Bei Blut im Kot, Erbrechen, Schwäche, Schmerzen oder Problemen mit dem Trinken solltest du sofort tierärztlichen Rat einholen.
Ist BARF bei Durchfall besser als anderes Hundefutter?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die passende Ernährung hängt von Ursache und Gesundheitszustand ab. Während einer akuten Phase kann eine angepasste, leicht verdauliche Schonkost sinnvoller sein, als die Rohfütterung. Bei chronischen Beschwerden sollte die Fütterung gemeinsam mit dem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung überprüft werden.
Fazit
Wenn dein Hund Durchfall hat, sind Ruhe, eine genaue Beobachtung und eine passende Fütterung wichtige erste Schritte. Bei milden Beschwerden kann eine vorübergehende Schonkost infrage kommen. Eine fettarme Proteinquelle, wie mageres Wildfleisch kann dabei eine Option sein, vorausgesetzt, es hat eine gute Qualität und wird entsprechend der Symptomatik z.B. als Schonkost zubereitet.
Für einen ansonsten fitten erwachsenen Hund mit kurzfristig weichem Kot kann zunächst eine engmaschige Beobachtung und gegebenenfalls eine abgestimmte Futteranpassung ausreichen, um Durchfall wieder loszuwerden. Bei Welpen, Senioren, vorerkrankten Hunden oder deutlichen Warnzeichen solltest du frühzeitig tierärztliche Hilfe einholen. Und wenn der Durchfall wiederkehrt bzw. einfach auch trotz Schonkost nicht verschwindet, gilt: Bitte nicht als normal hinnehmen. Die Ursache zu finden ist wichtiger, als den Kot nur kurzfristig fester zu bekommen.
Bei Barfmeister legen wir Wert auf hochwertige Zutaten und eine bewusste Fütterung. Unser Wildfleisch stammt direkt aus unserer Heimat vom Brandenburger Rotwild. Es kann durchaus als sinnvolle Fleischkomponente bei Durchfall eingesetzt werden, da es mager und von wirklich hoher Qualität ist. Im Zuge einer Schonkost, sollte es aber entsprechend zubereitet werden.
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Quellen und weiterführende Informationen
- VCA Animal Hospitals: Diarrhea in Dogs – Ursachen, Warnzeichen und tierärztliche Abklärung.
- VCA Animal Hospitals: Nutrition for Dogs and Cats with Gastrointestinal Upset – Ernährung bei Magen-Darm-Beschwerden und Grenzen selbst zusammengestellter Schonkost.
- Cornell University College of Veterinary Medicine: Diarrhea – Hinweise zur Beobachtung und zum Zeitpunkt einer tierärztlichen Untersuchung.
- Der BARF-Blog: Was tun bei Durchfall beim Hund?, Giardien beim Hund und Hundekot verstehen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Die Eignung einer bestimmten Schonkost oder Proteinquelle sollte bei anhaltenden Beschwerden individuell beurteilt werden.
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