BARF Futtermenge für Hunde berechnen: So findest du die passende Portion
Du hast dich entschieden deinen Hund zu Barfen und weißt auch, wie eine korrekte BARF Mahlzeit aussehen soll, aber nun stellt sich die Frage, wie viel Futter braucht dein Hund eigentlich? Gerade beim Einstieg in die Rohfütterung wirkt das Finden der richtigen Menge oft kompliziert. Deswegen zeigen wir dir hier in unserem neuen Blogbeitrag, wie du die Futtermenge für deinen Hund richtig berechnest.
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Wichtig ist vor allem eins: Es gibt nicht die eine Futtermenge, die für jeden Hund passt. Körpergewicht, Alter, Aktivität, Hormonstatus und Energiegehalt des Futters spielen eine Rolle. Genau deshalb sollte eine Prozentzahl immer ein Startpunkt sein und niemals ein starres Gesetz.
Wie viel BARF braucht mein Hund?
Für erwachsene, gesunde Hunde wird beim klassischen BARF häufig mit etwa 2% bis 4% des Körpergewichts pro Tag gerechnet. Bei kleinen oder besonders aktiven Hunden kann der Bedarf auch etwas höher liegen. Diese Prozentzahlen sind ein Richtwert, der an Alter, Geschlecht und Bewegung angepasst werden muss.
Ein einfaches Beispiel:
Ein ausgewachsener, gesunder und intakter 10kg Hund mit einer normalen Aktivität sollte ca. 2,5% bis 3% seines Gewichts an Futter bekommen. Also wird seine Futtermenge ungefähr zwischen 250g und 300g liegen. Etwas mehr wird es z. B., wenn er einen schnellen Stoffwechsel hat. Etwas weniger sollte es sein, wenn er nebenher noch einige Leckerlis bekommt.
Wie du siehst, wird es schnell etwas komplizierter, wenn man verschiedene weitere Faktoren beachten muss. Oftmals muss man seinen Hund einfach gut beobachten und sich dann auf die richtige Menge einpendeln.
Auch nicht außer Acht zu lassen, ist der Energiegehalt des Futters. Denn 500g eines eher mageren Menüs liefern nicht genauso viel Energie wie 500g eines Menüs, wo fettreicheres Fleisch verwendet worden ist. Deshalb ist die Orientierung am Hund allein nur die halbe Geschichte.
Der tatsächliche Bedarf eines einzelnen Hundes hängt demnach nicht nur von Faktoren ab, die den Hund direkt betreffen, wie Aktivität, Alter oder Rasse, sondern auch vom Futter selbst. Hier ist vor allem wichtig, wie viel Energie es liefet.
Beim Barfen sollte der Fettgehalt des Futters zwischen ca. 8% bis 14% liegen. Ist dies der Fall kommt man mit der ungefähren Orientierung von 2% bis 4% Futtermenge auf den Kalorienbedarf, die ein Hund benötigt. Weicht der Fettgehalt stark davon ab, muss auch die Futtermenge angepasst werden. Eventuell solltest du auch eine Fettquelle ergänzen, da dies der wichtigste Energielieferant für unsere Hunde ist.
Kurz gesagt bedeutet das nun für dich: Du startest mit einer sinnvollen Menge, beobachtest deinen Hund und passt die Ration individuell an den Bedarf an.
Erwachsene Hunde: Die BARF Futtermenge richtig berechnen
Bei einem erwachsenen Hund mit stabilem Gewicht und normaler Aktivität sind 2% bis 4% des Körpergewichts ein praktischer Orientierungsbereich. Ein ruhiger Hund, der täglich gemütlich spazieren geht, wird dabei vermutlich natürlich deutlich weniger Energie benötigen als ein sportlicher Hund mit vielen Trainingsstunden.
Auch Kastration, Alter und individuelle Veranlagung können den Energiebedarf beeinflussen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob dein Hund exakt z.B. 2,5% an Futtermenge bekommt, sondern ob die gewählte Ration langfristig zu seinem Körperzustand passt und er sein Idealgewicht hält.
Beispiel:
Bei 10kg Körpergewicht orientieren wir uns an ca. 2,5% bis 3% Futtermenge. Haben wir einen relativ aktiven Hund, der eventuell auch ein bis zwei Mal die Woche Hundesport betreibt oder viel draußen unterwegs ist, dann sollten wir eher in Richtung 3% Futtermenge gehen. Ebenfalls mehr sollte der Hund bekommen, wenn er z.B. einer Rasse angehört, die einfach „gute Verwerter“ sind, wie bspw. einige Jagdhunderassen oder auch Windhunde.
Eher nach unten bei der Futtermenge sollten wir uns orientieren, wenn wir es eher mit einem gemütlichen Vierbeiner zu tun haben, der täglich nur seine drei bis vier Gassirunden um den Blog geht und ansonsten viel Zeit in Ruhe verbringt. Weniger Futter sollten auch Hunde bekommen, die zu Übergewicht neigen oder noch regelmäßig Leckerlis oder Kauartikel bekommen.
In unserer Abbildung siehst du, an welchen Faktoren du dich ungefähr orientieren kannst, um die Prozentmenge für deine Berechnungen zu bestimmen.

Orientierst du dich an dieser Abbildung wirst du sicherlich schnell die richtige Futtermenge für deinen ausgewachsenen, gesunden Hund finden. Auf allen Barfmeister Bio BARF-Komplettmenüs findest du außerdem eine Fütterungsempfehlung, die dir einen zusätzlichen Anhaltspunkt gibt.
Die richtige Futtermenge für Welpen
Bei der Fütterung von Welpen ist besondere Sorgfalt wichtig. Ein Welpe wächst, baut Knochen und Muskulatur auf und hat deshalb im Verhältnis zu seiner Körpergröße andere Nährstoff- und Energieanforderungen als ein ausgewachsener Hund.
Genau deshalb ist es wichtig nicht einfach mit den Prozentzahlen für erwachsene Hunde zu rechnen. Welpen brauchen besonders für das Wachstum viel Energie und deshalb auch mehr Futter im Vergleich zu einem ausgewachsenen Hund der selben Größe.
Auch bei Welpen sollte man sich zusätzlich an Faktoren wie Rasse, Aktivität und Lebensmonat orientieren. Die Spanne ist hier ziemlich hoch: Je nach Alter sollte ein heranwachsender Hund 4% bis 8 % seines Körpergewichts an Futter bekommen. Wichtig zu beachten ist hier außerdem die regelmäßige Gewichtskontrolle und die entsprechende Anpassung der Futtermenge. Ein schönes, gleichmäßiges Wachstum ist ein Grundstein für die lebenslange Gesundheit deines Hundes.
Bei besonders jungen Welpen rechnet man mit der höchsten Futtermenge. Zu beachten ist hierbei allerdings auch das zu erwartende Endgewicht. Holst du deinen Welpen gerade erst vom Züchter, dann sollte er mit 9 bis 12 Wochen noch 7% bis 8% Futtermenge bekommen. Übernimmst du einen jungen Hund, der sich zwar noch im Wachstum befindet, aber mit bspw. 8 Monaten dem Erwachsenenalter schon deutlich näher ist, dann braucht dieser vermutlich eher nur noch 4% bis 5% seines Gewichts an Futter.
Bei Welpen gilt es ebenfalls mit einzubeziehen, wie groß sie später einmal werden sollen. Kleine Rassen sollten hier, wie bei ausgewachsenen Hunden auch, gerne etwas mehr bekommen. Auch bullige Rassen brauchen viel Energie für ihr Wachstum. Rüden sollten während des Wachstums auch etwas mehr bekommen als Hündinnen der selben Rasse, da sie tendenziell größer und schwerer werden.
Auch hier haben wir wieder eine kleine Übersicht, an der du dich orientieren kannst:
Und ab wann kannst du deinen Welpen auf die Erwachsenenmenge umstellen?
Diese Umstellung ist nicht etwas, was von Jetzt auf Gleich passiert. Sie sollte fließend und langsam von Statten gehen. Als Faustregel kann man hier das zu erwartende Endgewicht zur Hilfe nehmen. Kleine Hunde sollten ab ca. 10 bis 11 Monaten langsam die Menge für ausgewachsene Hunde bekommen. Mittelgroße Hunde ab ca. 12 bis 15 Monaten. Bei großen sowie sehr großen Hunderassen oder auch verschiedenen Rassen, die sehr breit gebaut sind, wie Bulldoggen oder Molosser, kann es durchaus sein, dass der heranwachsende Hund auch mit zwei Jahren noch eine höhere Futtermenge braucht als seine ausgewachsenen Vertreter der gleichen Rasse.
Besonders wichtig: Die richtige Nährstoffzufuhr im Wachstum für Welpen
Welpen haben wie bereits erwähnt, andere Anforderungen an ihr Futter als ausgewachsene Hunde. Daher sei hier nur der Vollständigkeit erwähnt, dass die Nährstoffzufuhr, ähnlich wie die Energieversorgung, mit einer erhöhten Futtermenge sichergestellt ist. Da der NRC jedoch für Welpen im Wachstum eine höhere Calciummenge empfiehlt, sind natürlich auch die Barfmeister Bio BARF-Komplettmenüs für Welpen an diese Anforderungen angepasst.
Bei BARF für Welpen gilt ganz klar: Keine improvisierte Erwachsenenration und keine eigenständige Supplementierung nach Gefühl. Zu viel kann hier genau so schaden, wie zu wenig.
Wenn du das BARF für deinen Welpen selbst zusammenstellst, sollte die Ration fachlich berechnet werden. Bei Unsicherheit solltest du am besten einen Plan bei einer qualifizierten Hundeernährungsberatung erstellen lassen. Bei den Barfmeister Bio BARF-Komplettmenüs bekommst du bereits korrekt ausgerechnete und servierfertige Rationen – auch für deinen Welpen.
Alte Hunde: Die korrekte Futtermenge für Senioren
Eines ist im Alter bei den meisten Hunden ganz normal: Sie werden gemütlicher, verbrauchen weniger Energie und brauchen daher auch oft eine geringere Futtermenge. Zudem kommt es im Alter ebenfalls vor, dass sich der Stoffwechsel verlangsamt und auch bei gleichbleibender Aktivität der Körper einfach weniger Futter benötigt. Wichtig ist jedoch der Erhalt der Muskelmasse sowie die Instandhaltung von Sehnen und Gelenken.
Hast du einen Senior Hund zu Hause ist für die Futtermenge vor allem eines wichtig: Der Hund bei dir Zuhause. Sicherlich kannst du dich auch hier an Prozenten orientieren, aber das einzige Indiz, was dir die korrekte Futtermenge für deinen Senior verrät, ist seine Konstitution.
Zu beachten sind dabei für ältere Hunde vor allem zwei entscheidende Dinge:
1. Übergewicht schadet im Alter mehr denn je.
Mit zunehmendem Alter wächst die Belastung auf das Skelett und die Gelenke, da diese einfach unter altersbedingten Abnutzungen leiden. Kommt nun noch Übergewicht hinzu, wird der ganze Körper zusätzlich belastet. Das betrifft nicht nur Knochen, Sehnen und Bänder, auch die inneren Organe können verfetten und die Lebenserwartung deines Hundes verringern. Ein Hund sollte daher auch im hohen Alter möglichst schlank gehalten werden.
2. Hochwertige Proteine sind wichtig für den Erhalt des Körpers.
Wenn du die Futtermenge für deinen Senior Hund verringern musst, weil er sonst vielleicht zu Übergewicht neigt, solltest du die Zufuhr an hochwertigen, tierischen Proteinen nicht außer Acht lassen. Diese sind wichtig, um die eben genannten Gelenke und Sehnen in Schuss zu halten. Aber auch Haut und Fell und der gesamte Stoffwechsel profitiert im Alter von einer Ernährung, welche die Zufuhr an Proteinen sicherstellt. Der wichtigste Proteinlieferant ist hier allen voran gutes Muskelfleisch.
Worauf du beim Senior noch achten solltest
Auch können im Alter diverse Erkrankungen unseren Hunden das Leben schwer machen. Vor allem Nierenerkrankungen, aber auch Verdauungsprobleme oder Krebs sind leider keine Seltenheit bei unseren älteren Vierbeinern. Eine hochwertige und angepasste Ernährung ist hier deshalb umso wichtiger.
Und was ist mit Leckerchen?
Nicht nur das Futter aus dem Napf liefert Energie. Auch Leckerlis sollten bei der Berechnung Beachtung finden.
Kauartikel, Trainingssnacks, Tischreste und auch kleine „Betthupferl“ summieren sich leider. Gerade bei kleinen Hunden können solche Extras einen überraschend großen Anteil der täglichen Energiezufuhr ausmachen und schnell zu Übergewicht führen. Beim Gewichtsmanagement sollte also definitiv die komplette Ration einschließlich Snacks betrachtet werden. Als Faustregel gilt, dass Leckerlis nicht mehr als 5% der Futtermenge ausmachen sollten.
Wichtig dabei zu beachten ist vor allem, dass Leckerlis meist nicht alle Nährstoffe liefern, die unsere Hunde brauchen. Gleichzeitig verdrängen sie einen Anteil der wichtigen Hauptmahlzeit. Daher solltest du darauf achten, deinem Hund wirklich nicht zu viele Leckerchen zu geben, auch wenn er es mit seinen großen, treuen Augen definitiv verdient hätte!
Beachte dabei auch, dass viele Leckerlis bei den Kalorien hoch zu Buche schlagen. Getrocknete Snacks und Kauartikel liefern ein Vielfaches an Energie. Ein getrocknetes Schweineohr hat gut und gerne mal 200kcal bis 300kcal. Ein Ochsenziemer, je nach Größe, liegt bei mindestens 60kcal. Ein normal aktiver 10kg Hund braucht im Vergleich nur ca. 550kcal am Tag. Ein paar Snacks können hier also schnell schon ein paar zu viel sein.
Warum Übergewicht beim Hund mehr ist, als ein Schönheitsproblem
Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen, weil er im Alltag so leicht unterschätzt wird. Viel zu oft sehe ich Hunde, die definitiv zu dick sind. Ein bisschen „kräftiger“ klingt da harmlos, aber die Einschätzung der Besitzer trügt leider häufig. Viele Hunde sind nicht nur ein kleines bisschen zu schwer, sie sind stark übergewichtig.
Medizinisch kann dauerhaftes Übergewicht erhebliche Folgen haben. Viele Studien, sowohl aus dem Human- als auch dem Veterinärmedizinischem Bereich, weisen auf ein erhöhtes Risiko für eingeschränkte Lebensqualität hin. Gelenk- und Bewegungsprobleme, Herz-Kreislauf- und Atemprobleme, Hitzeintoleranz sowie Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen sind nur einige der Folgen von Übergewicht. Auch eine deutlich verkürzte Lebenserwartung kann mit zu viel Gewicht einhergehen. Zu erwähnen sei hierzu noch, dass schlanke Hunde im Durchschnitt bis zu 2,5 Jahre länger leben. Gehen wir mal von einer ungefähren Lebenserwartung von 12 Jahren aus, dann sind das einfach mal 20% mehr Lebenszeit, die wir mit unseren Hunden verbringen könnten.
Die gute Nachricht: Du hast es in der Hand!
Dein Hund bekommt eben so viel Futter, wie du ihm gibst. Und du kannst die Kondition deines Hundes ja auch ganz einfach selbst regelmäßig überprüfen. Bei einem Hund mit Idealgewicht, sollten die Rippen gut tastbar sein, ohne dass sie stark hervorstehen. Von oben sollte eine Taille erkennbar sein, von der Seite sollte der Bauch zum Becken hin abflachen. Bedenke hierbei, dass dein Hund zwar schlank, aber nicht mager oder unterbemuskelt sein sollte. Frage im Zweifel deinen Tierarzt oder eine Hundeernährungsberatung um Hilfe, um den Körperbau und das Gewicht deines Hundes korrekt einzuschätzen.
BARF Futtermenge für Hunde berechnen: Die einfache 5-Schritte-Methode
Wenn du die Tagesration deines gesunden Hundes überprüfen möchtest, kannst du so vorgehen:
Schritt 1: Idealgewicht bestimmen
Wiegt dein Hund aktuell zum Beispiel 20kg und soll diese auch beibehalten? Dann hast du eine klare Ausgangsbasis.
Soll dein Hund ab- oder zunehmen, geht es hier schon daran, die Prozentzahl entsprechend nach oben oder unten anzupassen. Orientieren solltest du dich hierbei am potentiellen Idealgewicht, welches erreicht werden soll.
Schritt 2: Lebensphase bestimmen
Ist dein Hund:
Welpe oder Junghund?
Ausgewachsen?
Oder Senior?
Hier solltest du dich an den entsprechenden Prozentzahlen für die jeweiligen Lebensphasen orientieren.
Schritt 3: Aktivität ehrlich einschätzen
Nicht nur „wir gehen viel raus“ zählt. Überlege, wie viel Bewegung und Training tatsächlich stattfindet. Ebenfalls verbrennt eine Stunde Freilauf auf der Wiese deutlich mehr Energie, als gemütlich eine Stunde an der Leine im Park spazieren gehen.
Ein Hund mit mehreren sportlichen Einheiten pro Woche hat einen anderen Bedarf als ein Couchpotato.
Schritt 4: Formel nutzen
Folgende Formel kannst du für deine Rechnung nutzen.
Körpergewicht des Hundes in kg × % × 1000 = Futtermenge in g pro Tag
Das ist ein Startpunkt, aber keine lebenslange Fixzahl. Wie bereits erwähnt ist jeder Hund individuell und wir können nicht in ihn reinschauen. Manche Hunde verwerten besser als andere. Daher ist deine finale Orientierung immer eine: Dein Hund.
Schritt 5: Körperzustand beobachten
Wie entwickelt sich dein Hund über mehrere Wochen?
Bleibt das Gewicht stabil? Sind die Rippen gut fühlbar? Ist eine Taille erkennbar? Bleibt die Muskulatur erhalten?
Wenn ja, perfekt! Die Futtermenge scheint langfristig zu passen.
Wenn nicht, dann solltest du die Futtermenge feinjustieren. Oftmals reicht schon eine geringe Anpassung nach oben oder unten.
💡 Merksatz: Die richtige BARF Futtermenge für Hunde ist nicht die Zahl, die einmal auf dem Taschenrechner steht. Es ist die Menge, mit der dein Hund langfristig eine passende Körperkondition und eine bedarfsgerechte Versorgung erhält. Die Futtermenge ist immer dynamisch zu betrachten und ändert sich bei allen Hunden im Laufe ihres Lebens mehrfach.
FAQ: Die häufigsten Fragen zur BARF Futtermenge
Wie viel BARF braucht mein Hund?
Als praktische Orientierung werden für gesunde adulte Hunde häufig etwa 2% bis 4% des Körpergewichts pro Tag verwendet. Das ist ein Startbereich und muss unter anderem an Aktivität, Gesundheitszustand und Energiegehalt des Futters angepasst werden.
Wie viel BARF braucht ein Welpe?
Welpen brauchen mehr Energie als erwachsene Hunde und eine besonders sorgfältig abgestimmte Nährstoffversorgung. Je nach Alter, erwartetem Endgewicht und Aktivität gelten etwa 4% bis 8% des Körpergewichts als Orientierungsbereich. Für einen individuellen Welpenplan ist eine fachliche Berechnung sinnvoll.
Braucht ein Senior weniger Futter?
Häufig sinkt mit zunehmendem Alter und geringerer Aktivität der Energiebedarf. Die Portion sollte deshalb regelmäßig überprüft werden. Gleichzeitig darf die Nährstoffqualität nicht einfach reduziert werden.
Muss ich BARF grammgenau abwiegen?
Für die praktische Tagesration ist Genauigkeit sinnvoll, aber du musst nicht jede Mahlzeit auf das einzelne Gramm neu zusammenstellen. Bei vollständigen Menüs kannst du dich an der empfohlenen Tagesmenge orientieren. Die Futtermenge sollte langfristig stimmen, kleinere Schwankungen an einzelnen Tagen sind in der Regel kein Problem.
Was mache ich, wenn mein Hund zunimmt?
Überprüfe zuerst die gesamte Energiezufuhr. Vor allem Leckerlis und Snacks sind wahre Kalorienbomben und sollten nach Möglichkeit zuerst weggelassen werden, bevor das Hauptfutter angepasst wird. Alte oder sehr bequeme Hunde sollten allerdings nicht ohne weitere Absprache unter 2% der Futtermenge gehen. Bei starkem Übergewicht oder unklarer Gewichtszunahme trotz angepasster Futtermenge ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Fazit: Die richtige Futtermenge ist individuell
Die Futtermenge nach Prozenten zu berechnen, ist ein guter Einstieg und die sinnvollste Orientierung, um den Energiebedarf deines Hundes zu decken.
Aber die eigentliche Kunst beginnt danach.
Beobachte deinen Hund. Prüfe Körpergewicht, Kondition, Muskulatur, Vitalität und die tatsächliche Zusammensetzung des Futters. Bei Welpen und Senioren ist eine besonders sorgfältige Anpassung wichtig. Und bei Erkrankungen gehört eine individuelle Beratung dazu.
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Quellen und weiterführende Informationen
- FEDIAF: Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, Version 2025.
- WSAVA: Global Nutrition Guidelines und Body-/Muscle-Condition-Score-Ressourcen.
- Merck Veterinary Manual: Nutrition in Disease Management / Overview of Nutrition.
